Low-Code Development ist immer mehr auf dem Vormarsch. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie zum einen viel schneller neue Applikationen entwickeln müssen, um in ihrer Branche wettbewerbsfähig zu bleiben. Zum anderen ist die Low-Code Entwicklung und die damit einhergehende Digitalisierung von Unternehmen ein entscheidender Faktor im „War for Talents“. Bewerber suchen sich Unternehmen immer mehr danach aus, wie modern die interne Infrastruktur ist. Damit werden Social Collaboration, digitalisierte Prozesse, ein mobiles (Social) Intranet und schnelle Industrie 4.0-Prozesse sowohl auf dem Markt als auch beim Employer Branding zu entscheidenden Faktoren.

Was genau ist Low-Code Development?

Low-Code Development Plattformen bieten mit dem heutigen Wissensstand ungeahntes Potential. Die visuellen Entwicklungsumgebungen verringern den Programmieraufwand für Software-Applikationen erheblich. Dies ermöglicht es jedem Unternehmen, schnell, einfach und professionell Prozesse zu digitalisieren.



Kostenlose Whitepaper Kostenlose Whitepaper


 

Damit eröffnen sich für Unternehmen ganz neue Geschäftsfelder mit hohem Return on Investment und geringem Risiko. Statt Programmiersprachen wird eine visuelle, deklarative Software verwendet – oft auch als Cloud-Dienst. Diese steht Unternehmen zu geringen Kosten und sehr schnell zur Verfügung und ermöglicht es per Drag-and-Drop-Technik Prozesse schnell zu digitalisieren. So können Applikationen jeder Art für das Unternehmen erstellt werden. Die Fülle an Vorteilen ist dabei enorm und stellt einen Paradigmenwechsel in der Software-Entwicklung dar.
Doch es existieren immer noch sinnlose Grabenkämpfe und nicht tot zu kriegende Mythen über Low-Code Development. Diese basieren oft auf veralteten Informationen. Zeit, mit den 12 gängigsten Mythen aufzuräumen.

Inhaltsverzeichnis:

Low-Code Development ist neu | Low-Code Tools erlauben keine Anpassungen | Low-Code ist ein geschlossenes System | Mit Low-Code können Anwender nur einfache Applikationen für einen kleinen Benutzerkreis erstellen | Low-Code bedeutet, dass programmieren der Vergangenheit angehört | Low-Code-Plattformen sind rein auf die Geschwindigkeit ausgelegt, was die Qualität mindert | Low-Code Development ist eigentlich nur für Nicht-Entwickler geeignet und professionelle Entwickler stoßen schnell an Grenzen | Low-Code Development eignet sich nur für kleine, abteilungsspezifische Applikationen | Low-Code Systeme bedeuten keine Zusammenarbeit und keine Wiederverwendbarkeit | Low-Code fördert die Schatten-IT und führt zu einem Kontrollverlust der IT | Fachanwender werden sich nie als App-Entwickler sehen | Die Low-Code Einführung ist kompliziert

Mythos 1: Low-Code Development ist neu

Weit gefehlt. Der Begriff „Low-Code Development“ wurde zwar 2014 eingeführt, stammt aber ursprünglich aus den 80er Jahren und „leitet“ sich von „rapid application development“ (RAD) und den „4GL Tools“ ab. Nichtsdestotrotz hat sich der Bereich Low-Code Development erheblich weiterentwickelt. Eines der am weitesten verbreiteten Low-Code Systeme ist WordPress, auf dem heute 25% aller Websites im Internet basieren und welches auch für große Seiten mit viel Traffic bestens gerüstet ist. Low-Code Development hat spätestens 2019 den Beinamen „Baukasten-System“ abgelegt und spielt ab jetzt in einer eigenen Liga.

Mythos 2: Low-Code Tools erlauben keine Anpassungen

Panik vor Inflexibilität? Gerade für Unternehmen ist die Anpassung der verwendeten Software an die eigenen Workflows entscheidend. Doch nicht jedes Unternehmen muss das Rad neu erfinden. Gute Low-Code Tools lassen zum einen Anpassungen an der Business Logik zu und ermöglichen zum anderen auch vollen Zugriff auf den Programmier-Code. Individuelle Anpassungen an den verwendeten Applikationen sind so kein Problem mehr.

Low-Code Development (Intrexx)

Mythos 3: Low-Code ist ein geschlossenes System

Konnektivität schlägt Komplexität. Ein System ist nur so gut, wie seine Schnittstellen zu anderen Systemen und der Möglichkeit, Applikationen problemlos auszutauschen oder zu erweitern. Gute Low-Code Systeme bestechen mit ihren Schnittstellen und Connectoren. Diese erlauben es, Applikationen und Daten aus diversen Quellen – auch Open Source – zu importieren und frei anzupassen. Frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. Im Idealfall existiert sogar ein Webshop oder ein Marktplatz für Applikationen und Erweiterungen.

Mythos 4: Mit Low-Code können Anwender nur einfache Applikationen für einen kleinen Benutzerkreis erstellen

Skalierung ist das Zauberwort. Jedes Produkt und auch jedes innerbetriebliche System muss skalierbar sein. Das heisst, dass es auch bei wachsender Nutzer- und Applikationenanzahl stabil und verlässlich funktionieren muss. Bisher galt der Mythos, dass Low-Code Systeme nur für eine geringe Nutzerzahl konzipiert wurden. Durch neue Techniken und neue Programmierformen haben sich Low-Code Systeme in den letzten Jahren aber entscheidend weiterentwickelt. Heute können tausende von parallel nutzenden Usern auf die damit erstellten Anwendungen zugreifen. Die Low-Code-Architektur unterstützt damit nicht nur die Erstellung komplexer Anwendungen, sondern auch die Entwicklung von Applikationen mit einer großen Zahl von Nutzern.

Mythos 5: Low-Code bedeutet, dass programmieren der Vergangenheit angehört

Low-Code Development Systeme bieten die Vorteile aus beiden Welten. Tatsächlich können Unternehmen auch Anwendungen erstellen, ohne mit Programmier-Code in Kontakt zu kommen. Das bedeutet allerdings nicht, dass keine individuellen Anpassungen möglich sind. Low-Code Development Systeme sind neben den grafischen Oberflächen auch immer so offen designt, dass der Code individuell angepasst werden kann. Dies wird vor allem dann notwendig, wenn Anwendungen Teil von bestehenden Systemen sind und auf andere Datenbanken zugreifen müssen. Hier sind nach wie vor benutzerdefinierte Programmier-Codes möglich.

 

Intrexx Newsletter

Verpassen Sie kein Feature mehr und
holen Sie sich alle aktuellen Intrexx-News einmal im Monat direkt ins Postfach.



 

Mythos 6: Low-Code Plattformen sind rein auf die Geschwindigkeit ausgelegt, was die Qualität mindert

Schnell, gut und günstig? Zu schön um wahr zu sein? Nicht bei Low-Code. Es ist nur verständlich, dass Unternehmen skeptisch sind, wenn sie hören, dass Low-Code Development vor allem wegen der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit beliebt ist. Oft scheitert es dann auf vielen Ebenen an der Qualität. Bei guten Low-Code Systemen ist das eine unbegründete Skepsis. Aufgrund der schnellen Entwicklungszyklen, die gute Low-Code Plattformen ermöglichen, rechnen sich die Investitionen sehr schnell, während die Offenheit der Systeme jederzeit individuelle Anpassungen ermöglicht. Insofern ist es definitiv möglich, sich für eine qualitativ hochwertige Low-Code-Plattform zu entscheiden, die gleichzeitig auch eine schnelle Portal- und Applikationsentwicklung ermöglicht.

Mythos 7: Low-Code Development ist eigentlich nur für Nicht-Entwickler geeignet und professionelle Entwickler stoßen schnell an Grenzen

Nicht-Entwickler – sogenannte „Citizen Developer“ – können mit Low-Code Systemen tolle und professionelle Applikationen erstellen. Gerade das Fachwissen aus den einzelnen Fachabteilungen in Kombination mit den grafischen Entwicklungselementen ermöglicht schnelle und individuell Geschäftsanwendungen. Die Einfachheit vieler Low-Code Systeme scheint aber für zahlreiche professionelle Entwickler verdächtig zu sein. Dabei sollten die „Citizen Developer“ nicht als Konkurrenten, sondern als fachkundige Unterstützung gesehen werden.

Mythos 8: Low-Code Development eignet sich nur für kleine, abteilungsspezifische Applikationen

Viele Skeptiker glauben, dass mit Low-Code erstellte Applikationen eine Art natürliche Maximalgröße haben und damit nur für kleine Fachapplikationen funktionieren. Bereits heute gibt es aber genügend Enterprise-Anwendungen und komplette Intranets, die auf Low-Code Basis erstellt wurden und entscheidend für den Geschäftsbetrieb sind. Auch Abteilungsgrenzen stellen schon lange kein Problem mehr da. Durch professionelle Nutzerrechte und Mehrmandantenfähigkeit können heute sogar verschiedene Niederlassungen auf einem Portal verwaltet werden – auch länderübergreifend.

Mythos 09: Low-Code Systeme bedeuten keine Zusammenarbeit und keine Wiederverwendbarkeit

Dieser Mythos entstand, weil frühere Low-Code Plattformen es verschiedenen Abteilungen und Teams erlaubten, schnell eigene Lösungen zu erstellen, die aber immer getrennt voneinander existierten. Jedes Team hatte seine eigene Plattform – oft sogar noch unterschiedliche Anbieter. Dies erlaubte es zwar den Teams, schnell produktiv zu werden, verhinderte aber eine abteilungsübergreifende Vernetzung. Heutige Low-Code Systeme funktionieren anders. Ein einheitliches System, welches für das gesamte Unternehmen gilt, wird dabei als Basis definiert. Abteilungen können dann ganz individuell, aber innerhalb des gleichen Systems, ihre Applikationen erstellen. So sind die Applikationen nicht nur kompatibel miteinander, sondern können auch abteilungsübergreifend genutzt und sogar kopiert werden.

Mythos 10: Low-Code fördert die Schatten-IT und führt zu einem Kontrollverlust der IT

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Durch die Bereitstellung einer gemeinsamen Low-Code Plattform laufen alle Fäden in der IT-Abteilung zusammen und werden kontrolliert. Durch klar definierte Parameter und Monitoring wird sichergestellt, dass die jeweiligen Fachabteilungen die Applikationen nach genau definierten Richtlinien erstellen. Darüber hinaus kann die IT-Abteilung über Schulungen und Workshops direkten Einfluss auf die Ausbildung der Mitarbeiter nehmen. Durch eine finale Abnahme wird sichergestellt, dass wirklich nur professionell erstellte Applikationen im Firmennetzwerk (Live-Betrieb) landen.

Mythos 11: Fachanwender werden sich nie als App-Entwickler sehen

Times are changing. Durch den leichten Einstieg in die Low-Code Entwicklung können auch Nicht-Entwickler und Fachanwender (Citizen Developer) eigene Applikationen erstellen. Da diese oft nicht wissen, wie sie beginnen sollen, empfiehlt es sich, bei der Einführung einer Low-Code Development Plattform gleich zu Beginn alle Fachabteilungen und deren Mitglieder durch Workshops abzuholen und ihnen die Einfachheit der Entwicklung nahe zu bringen. Low-Code reduziert den Bedarf an technischem Knowhow erheblich und ermöglicht auch nicht-technischen Mitarbeitern die Erstellung von Anwendungen. Der große Vorteil: Diese können ihre fachlichen Kenntnisse und Erfahrungen aus der täglichen Arbeit direkt in die Applikations-Entwicklung mit einbringen. So bleiben die neuen Applikationen nahe am Use-Case und aus der jeweiligen Abteilung entwickelt, was am Ende die Akzeptanz erhöht.

Mythos 12: Die Low-Code Einführung ist kompliziert

Es gibt immer noch viele Unternehmen, welche die Low-Code Nutzung prinzipiell als ein schwieriges Unterfangen sehen und davor zurückschrecken. Tatsächlich kann Low-Code aber mit der richtigen Unterstützung nahtlos implementiert werden – auch auf bereits eingeführte Systeme wie z. B. SAP-Anwendungen. Eine betriebsinterne Task-Force kann zusammen mit externen Consultants die Einführung und auch die Betreuung des Systems übernehmen und sich dabei perfekt ergänzen. Dies kann zudem auch die IT-Abteilung spürbar entlasten.

Nutzen Sie die Chance, mit Low-Code Development in eine neue Zeitrechnung zu starten und laden Sie sich die kostenlosen Whitepaper zum Thema Low-Code noch heute herunter.

Whitepaper „Low-Code Development“

Sie möchten mit einer Low-Code Lösung Ihre Unternehmenserfolge steigern und Ihre Mitarbeiter vernetzen? Diese Whitepaper zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl einer geeigneten Software achten sollten!

Whitepaper jetzt herunterladen

Kostenlose Whitepaper Kostenlose Whitepaper