Muss man gleich eine Smart Factory aus dem Boden stampfen? Nein! Industrie 4.0 geht auch kleiner. Um dann Schritt für Schritt zu wachsen. Dafür kommt es auf die richtige Software an.

Die vierte industrielle Revolution steht vor der Tür! Nach den Revolutionen Mechanik, Elektrizität und IT kommt jetzt: Mechanik, Elektrizität und IT, diesmal aber gleichzeitig. Und vor allem: vernetzt und automatisiert. Wesentlich für Industrie 4.0 ist, dass Maschinen mit Maschinen kommunizieren. Oder genauer: Die Daten verschiedener Maschinen und Sensoren werden automatisiert gesammelt, ausgewertet und weitergeleitet. So können Maschinen teilautonom arbeiten. Daten sollen aber auch dem Menschen sichtbar gemacht werden. Denn Ziel ist nicht die menschenleere Fabrik, sondern die konsequente Nutzung von vernetzten Informationstechniken mit dem Menschen als flexiblem Entscheider, der Erfahrung und Wissen besitzt. Er wird von der Technologie unterstützt, nicht ersetzt.



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Ein großes Thema, auch für kleine Unternehmen

Industrie 4.0 ist nicht nur ein Thema für Großkonzerne. Auch KMU können von ihr profitieren. Allerdings ist hier die Ausgangslage eine andere, was die Unternehmensorganisation und Ressourcen betrifft. Ein Umstand, dem man am besten mit der richtigen Software begegnet. Denn diese ist zentral für Industrie 4.0 Projekte und je anpassungsfähiger sie ist, desto besser kann ein Unternehmen ressourcenschonend von neuen Technologien profitieren.

Der Maschinenpark in kleinen und mittelständischen Unternehmen stammt meist von unterschiedlichen Herstellern und ist häufig über die Jahre gewachsen. Entsprechend hat man es mit unterschiedlichen Steuerungs-Systemen zu tun, manch eine Maschine muss erst noch mit Sensoren ausgestattet werden. Zudem werden oft verschiedene Verwaltungs-Systeme wie ERP und CRM eingesetzt. Daten aus all diesen Quellen müssen zusammengeführt werden, um in automatisierten Prozessen Verwendung zu finden und das Potential von Industrie 4.0 zu nutzen. Eine Software zur zentralen Vernetzung muss also neben einer einfachen digitalen Abbildung von Prozessen besonders eines leisten: Möglichst leichte und umfangreiche Datenintegration. Schnittstellen zu unterschiedlichen Datenbanktypen und Protokollen sollten als Connectoren von Anfang an zur Verfügung stehen. Die Möglichkeit eigene spezialisierte Schnittstellen zu realisieren und zu integrieren sollte ebenfalls gegeben sein. So können Datensätze aus diversen Quellen konsolidiert und zur Verfügung gestellt werden. Vertikale und horizontale Integration werden verwirklicht.

Denn einen Datenaustausch zu angrenzenden internen und externen Bereichen herzustellen ist ein Grundgedanke von Industrie 4.0. Nur so kann sie ihr Potential entfalten, den gesamten Lebenszyklus eines Produktes umfassen und hieraus Wert zu schöpfen. Der vertikale Austausch zwischen internen Stationen des Produktzyklus und der horizontale zwischen externen Kunden und Lieferanten sorgt für übergreifende Transparenz. So können Engpässe vermieden, Verschwendungen reduziert, Probleme sichtbar gemacht werden. Zudem wird der Informationsfluss beschleunigt, da alle relevanten Informationen stets abrufbar sind. Das steigert die Flexibilität enorm und ist entscheidend für eine differenzierte und kundenindividuelle Produktion.

Alle Daten vereint im digitalen Arbeitsplatz

Framework Digital Workplace

Vertikale und horizontale Integration durch den Digital Workplace.

Eine Software-Lösung für Industrie 4.0 sollte also in erster Linie Daten aus einer Vielzahl von Quellen integrieren und diese dann intern wie extern präsentieren und zur Verfügung stellen und zwar angepasst auf den jeweiligen Nutzer. Das entspricht dem Grundgedanken eines Digital Workplace. Wieso also nicht einen solchen umsetzen und auf Industrie 4.0 maßschneidern? Das hätte einen erheblichen Vorteil: Über ein in jedem Fall benötigtes Intranet zu verfügen, das dann Schritt für Schritt erweitert und angepasst wird. Eine gute Digital Workplace-Software bietet Vernetzung in alle Richtungen und hochgradige Anpassbarkeit. So lässt sich beispielsweise ein Intranet einrichten, in dem zunächst nur die Daten einiger Maschinen oder Produktionsschritte erfasst und präsentiert werden. Später können ERP- und CRM-System angebunden und die Daten in automatisieren Geschäftsvorgängen verwendet werden, mehr Maschinendaten integriert werden usw. bis hin zur externen Anbindung von Kunden und Lieferanten. Die Reihenfolge ist hier natürlich nur exemplarisch, begonnen werden kann an jedem Punkt. Denn darum geht es letztlich: zu beginnen. Erst im Kleinen und dann stetig wachsend.

 

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MONTANA_Digital_World

Anschauliche Präsentation von Maschinendaten zur vorausschauenden Wartung (Bsp.: Montana Digital World).

Ein gutes Beispiel für die Nutzung von Maschinen- und Sensorendaten ist die vorausschauende Wartung. Der Vorteil liegt auf der Hand: Je genauer abzuschätzen ist, wann eine Maschine gewartet werden muss, desto effizienter wird sie genutzt. Weder entstehen Kosten durch zu frühe und unnötige Wartung, noch durch zu späte und einen Ausfall der Maschine. Auch können Wartungen und Aufträge aufeinander abgestimmt werden. Das Ausmaß der gesammelten Daten kann natürlich immens variieren. Aber schon die Betriebszeit seit der letzten Wartung zu kennen und jederzeit und zentral parat zu haben, ist ein deutlicher Vorteil. Jederzeit und zentral, das sind die Stärken, die ein Digital Workplace mitbringt. Idealerweise würde er jedem Mitarbeiter eine personalisierte Portalseite bieten, die alle für ihn relevanten Daten bündelt und anschaulich darstellt. Über eine solche individualisierte zentrale Portalseite lassen sich dann noch mehr Daten anzeigen: Ein- und Ausgangslogistik, Produktionsverlauf, Änderungswünsche von Kunden. Letztere lassen sich auch über ein extern zugängliches Portal direkt umsetzen. Der Kunde kann den Stand seiner Bestellung sehen und noch mögliche Änderungen am Produkt direkt eingeben, die Umsetzung erfolgt automatisch.

Schritt für Schritt in alle Richtungen

Es ist sehr viel denkbar und möglich. Wie bereits oben erwähnt kommen viele Ideen erst im Verlauf der Umsetzung, wenn man das Potential einer guten Digital Workplace-Software auslotet. Und setzt man Industrie 4.0 im Rahmen eines digitalen Arbeitsplatzes um, ist man nicht auf sie beschränkt, sondern flexibel die Software anderweitig zu nutzen. Je nach Fokus ist Industrie 4.0 ein Bonus oder die sonstigen Anwendungsmöglichkeiten sind es. Und derer gibt es viele: Ob „nur“ zur Konsolidierung von Daten aus Drittsystemen, als Social Intranet, zum Projektmanagement, als klassisches Intranet, als Kundenportal, zum Dokumentenmanagement oder als ganzes Unternehmensportal. Die Entscheidung liegt beim Anwender, die Software ist flexibel.

Und diese Flexibilität macht einen schrittweisen Aufbau möglich. So ist die Umsetzung von Prinzipien der Industrie 4.0 auch für KMU gut machbar, da so ein ressourcenschonendes und individuelles Vorgehen möglich ist. Eben nicht gleich die ganze Smart Factory auf ein Mal. Das ist smarter.

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