Die Digitalisierung verändert unsere Leben und damit auch unsere Gesellschaft – darauf müssen wir uns einstellen! Die disruptive Kraft der Digitalisierung macht nicht an der Grenze zwischen Online und Offline halt. Und sie ist nicht nur auf wenige Branchen und Sparten begrenzt. Wegducken ist keine Lösung. Selbstfahrende Autos werden den Verkehr, wie wir ihn heute kennen, grundlegend verändern und Schadstoffe durch intelligente Routenführung und Ride-Sharing einsparen. Denkende Haushaltsgeräte werden uns dabei helfen, die Lebensmittelverschwendung einzudämmen. Und die Frage ‚WIE‘ wir in Zukunft arbeiten wollen, ist eng mit der Frage nach dem ‚WO‘ verknüpft. Die digitalen Veränderungen in der Arbeitswelt werden zwangsläufig auch Veränderungen in der Wohnwelt und damit der Städte- und Verkehrsplanung nach sich ziehen. Es gibt viele Bereiche, die in Zukunft miteinander verzahnt gesehen werden müssen.

Eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Empirica zeigt es schwarz auf weiß: Landleben boomt! Die Menschen zieht es aufs Land. Vor allem junge Familien (89%) gaben an, nicht in der Großstadt leben zu wollen. Und sogar inklusive Singles, von denen man eher vermutet hätte, dass sie das pulsierende und bunte Leben in der Großstadt bevorzugen würden, sagen lediglich 19% der Studienteilnehmer, dass sie lieber in der Stadt leben möchten.



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Landleben ist gesund – pendeln macht krank:

Und so falsch liegen die Befragten dabei nicht. Laut mehreren Gesundheitsstudien haben „Städtler“ eine höhere Anfälligkeit für Asthma und Allergien als „Dörfler“. Gleichzeitig zeigten die Stadtbewohner ein deutlich höheres Stresslevel als Probanden auf dem Land. Auch was Depressionen anbelangt, waren „Städtler“ (≥ 100.000 Einwohner) bei einer Langzeitstudie des Robert-Koch-Instituts Berlin deutlich präsenter vertreten als Menschen auf dem Land.

Demgegenüber stehen Studien, die klar aufzeigen, dass auch pendeln krank macht. So leiden Pendler öfter an körperlichen Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich, haben oft ein übermäßiges Schlafbedürfnis, Kopfschmerzen, Erschöpfungsgefühle, Bluthochdruck, verspüren Mattigkeit oder Schwindelgefühle. Auch die Fehltage im Büro sind 15% höher als bei Nicht-Pendlern. Als Pendler werden Mitarbeiter mit mehr als 45 Minuten Pendelzeit definiert – „one way“. Gerade in den Wintermonaten sind Pendler, welche auf den ÖPNV zurückgreifen, durch Dunkelheit und erhöhte Virenbelastung besonders gefährdet.

Aber auch für Auto-Pendler sieht es nicht besser aus. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse gaben 20% der Pendler an, dass der Straßenverkehr der größte Stressfaktor darstellt.

Fun-Fact: Das Stresslevel von Pendlern kann sogar höher ausfallen als das von Kampfjetpiloten.

Big City-Life oder ländliche Idylle?

Gamifikation-Ansatz - Social Intranet

Menschen auf dem Land leben gesünder, sind weniger anfällig für psychische und physische Krankheiten und sind glücklicher. Dafür leiden sie unter Stress, wenn sie für ihre Jobs in die Stadt pendeln müssen. Das gesündeste wäre also eine Wohnung (oder ein Haus) und eine Arbeitsstelle auf dem Land?! Leider erfüllt sich dieser Wunsch nicht für alle. Einige Branchen haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten bewusst in Großstädten oder Ballungszentren angesiedelt.

Auch die Großindustrie konzentriert Arbeitsplätze produktionsbedingt an einem Ort. Wie geht es also weiter? Kommt es zu einer Deurbanisierung der Menschen, die im Home-Office arbeiten können?

 

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Home-Office als Synonym für gesundes Leben:

Viele Berichte zum Home-Office drehen sich in erster Linie – auch zurecht – um die finanziellen Vorteile der Unternehmen. Mitarbeiter im Home-Office sind produktiver, fehlen weniger, sind weniger krank, loyaler, entspannter, brauchen weniger Bürofläche und bringen damit Unternehmen bares Geld – vom Employer Branding ganz zu schweigen. Und aus Sicht des jeweiligen Unternehmens könnten die Überlegungen hier aufhören. Doch die Frage nach dem Home-Office ist auch verbunden mit der Frage, ob die Mitarbeiter technisch überhaupt Home-Office machen können.
6-Tage-Woche dank Digitalisierung - by ©baranq - stock.adobe.comFinden Mitarbeiter an ihrem Wohnort die richtige technische Infrastruktur wie z. B. einen schnellen DSL-Anschluss oder ein schnelles Mobilfunknetz und auch die richtige Raumaufteilung vor? Büros sind bis heute kaum fester Bestandteil der privaten Wohnarchitektur. Alle diese Frage müssen neu gedacht werden.

Digitalisierung und Home-Office haben damit gesellschaftlich eine deutlich größere Bedeutung als die reine Kosteneinsparung. Gleichzeitig hat die Digitalisierung alle Voraussetzungen, den Druck auf den Wohnungsmarkt vieler Städte spürbar zu entlasten und damit Wohnraum wieder bezahlbar zu machen. Dafür muss aber die Verkehrsinfrastruktur – und hier vor allem der ÖPNV – ebenfalls neue gedacht werden.
Regionen, die heute unter Landflucht leiden, hätten mit einem Ausbau der kompletten Infrastruktur (ÖPNV, Supermärkte, Kindergärten, Mobilfunk, DSL) demnach gute Chancen, junge Familien und gut ausgebildete Remote-Worker anzulocken. Das Landleben boomt also – aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen!

 

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